Da läuft etwas mächtig schief … es ist 4.30 Uhr morgens und ich schreibe einen Artikel über Rotkohl. Ja es stimmt, ich bin mitten im dritten Trimester meiner vierten Schwangerschaft aber das bedeutet wohl nicht unbedingt, dass ich nachts von Rotkohl träumen muss. Ich bin seit Wochen auf der Suche nach dem richtigen Rezept um die Mengen an Krautköpfen die in meiner Taverne lagern zu konsumieren… Jetzt denkt ihr vielleicht: „Aber du bist doch eine waschechte Österreicherin? Warum machst nicht einfach Rotkraut? Na erstens weil es hier nicht kalt genug ist um täglich Rotkraut zu essen und weil mich ganz ehrlich noch kein Rezept überzeugen konnte… Außerdem habe ich ein Problem mit weich gekochtem Gemüse, aber das ist mein ganz persönliches Problem.
Und dann gibts da noch den ‘Haken’ Kinder, denn auch ihnen muss es schmecken… deswegen brauche ich das richtige Rezept und da kommt ‘M’ ins Spiel. Eine gute Freundin und Liebhaberin der guten Küche. Ein einfacher Rotkrautsalat – einfach ja – aber so gut, dass man kaum aufhören kann zu essen. Fantastisch oder? Rotkraut ist im Vergleich zu üblichen Salatsorten viel länger haltbar (auch auf dem Balkon, wenn man nicht genug Platz im Kühlschrank hat) und somit läuft man nicht Gefahr ohne dazustehen.
Bevor ich jedoch zum Rezept komme, möchte ich auf die ernährungsphysiologischen Vorteile, die nur wenige kennen hinweisen. Mit seiner violetten Farbe ist er nicht nur ein echter Hingucker, sondern tut auch gut. Flavine, die farbbestimmenden Pigmente, sind starke Antioxidantien und reich an Vitamin C und E. Nicht umsonst zählt dieses Gemüse heute zum superfood, denn vor allem in den Wintermonaten hilft es, das Immunsystem zu stärken und Körper und Geist jung zu halten. Es reduziert den Cholesterinspiegel, hält die Knochen stark und beugt Krebs vor. Kurz gesagt, ein Tausendsassa. Auch in Sachen Anbau ist Kohl super! Die Pflanzen brauchen nicht viel um zu wachsen, ein gut hydrierter und gedüngter Boden reicht voll aus. Vorsicht jedoch vor Schnecken! Sie mögen Kohl, auch wenn ich bemerkt habe, dass sie den weißen mehr bevorzugen als den roten…
Rotkohlsalat mit Feta & more
Zutaten

1 Rotkohl
200 gr Feta
4 Karotten
1 Jungzwiebel
Apfelessig
Salz
Walnusskerne
Olivenöl
Zubereitung

Für den Rotkrautsalat den Rotkohl waschen, von Strunk und äußeren Blättern befreien, vierteln und im feine Streifen schneiden. Den Rotkohl salzen, mit dem Orangensaft und Apfelessig würzen und mit den Händen kräftig vermengen. Mindestens 30 Minuten ziehen lassen.
In der Zwischenzeit Karotten schälen, und in feine Streifen schneiden, den grünen Teil der Jungzwiebel in Ringe schneiden, den Feta Würfeln und die Nüsse hacken.
Alles mit dem Rotkohl vermengen und mit Salz, Essig und Olivenöl gut abschmecken.

Tipp: Wenn ihr keinen Feta zu hause habt, ersetzt diesen durch Apfelscheiben und Rosinen.